Gesellschaft

Ein fettes Dankeschön serviert mit Paella

Die Gemeinde Schmißberg bedankt sich regelmäßig bei ihren Ehrenamtlichen. In diesem Jahr gab es ein fünf Gänge Menü im Gemeinschaftshaus das keine Wünsche offen ließ.

vom 7. Dezember 2019 I von Jana Grauer


Die Paella-Köche des Abends von links: Detlef, Lenardo und Sandra Funk

Die Tische im Gemeinschaftshaus sind festlich geschmückt. Auf den roten Tischläufern stehen weiße Vasen, aus denen rote Amaryllis ragen, an kleinen Holzstücken sind Ballons mit der Aufschrift “Vielen Dank” befestigt, riesige rote Schleifen hängen an den Tischen. Am Eingang des Saals stehen mehrere Flaschen Sekt, Rot- und Weißwein bereit. Die Kühlschränke hinter der Theke sind gut gefüllt. Fünf Schmißberger haben keine Mühe gescheut, damit das diesjährige Helferfest für die Schmißberger Ehrenamtlichen etwas ganz besonderes wird. 

„Ehrenamtliche sind seit Jahrzehnten ein großer Schatz der Gemeinde“

Erste Beigeordneter der Gemeinde Schmißberg, Rudi Weber

Den Gästen des heutigen Abends soll es an nichts fehlen – sie sind der Grund für diese Feier. Denn vieles, dass in Schmißberg auf die Beine gestellt wird, ist nur Dank der zahlreichen Ehrenamtlichen möglich. Das war schon immer so, sagt Rudi Weber, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Schmißberg, im Interview mit schmissberg.de: “Die Ehrenamtlichen sind seit Jahrzehnten ein großer Schatz dieser Gemeinde. Es ist nicht mit Geld aufzuwiegen, was sie hier alles leisten.” 

Kein Dorfleben ohne Ehrenamtliche

Die Ehrenamtler sind in der Gemeinde immer im Einsatz. Egal ob es damals darum ging den Dorfmittelpunkt umzugestalten oder wie neulich geschehen, eine Vogelvoliere zu bauen. Die zahlreichen Feste in der Gemeinde, wären ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich, egal ob Brunnen-, Haxenfest oder das traditionelle Glühweintrinken einen Tag vor Heiligabend in der Dorfmitte. Doch damit nicht genug, regelmäßig müssen in der Gemeinde beispielsweise auch die drei Brunnen gesäubert, die Feldwege freigeschnitten oder die Blumenbeete gepflegt werden. Auch das wird alles von den zahlreichen freiwilligen Helfern übernommen.

Ehrenamtliche sind Rückgrat des Dorfes

Diese sind das Rückgrat des Dorfes. Um den Helfern zu zeigen, wie dankbar die Gemeinde für ihren Einsatz ist, haben sich Ortsbürgermeister Thomas Marx und seine Frau Sabine gemeinsam mit Sandra, Detlef und Lenardo Funk, etwas Besonderes ausgedacht: Ein feines Essen, wie im Restaurant. Chefkoch Detlev Funk übernahm die Planung für das Menü. Er wollte an diesem besonderen Abend aber auf keinen Fall etwas traditionelles, wie beispielsweise Würstchen vom Grill oder Spießbraten auf den Tisch bringen. Funk entschied sich für ein ausgefeiltes Mehrgang-Menü mit spanischem Highlight:

Zunächst wurde ein frischaufgebackenes Steinofenbrot mit selbstgemachter Knoblauch sowie Walnuss-Butter serviert. Darauf folgte die Vorspeise: Tomate-Mozarella, beträufelt mit Balsamico und Olivenöl. Dann ein weiterer Gang: Mariniertes Hähnchenbrustfilet eingewickelt in kross gebratenem Schwarzwälder Schinken. Als Beilage gab es Ofenkartoffeln mit Knoblauch-Dip. Das Highlight des Abends kam danach: Die Paella. Familie Funk servierte sie in einer riesigen Pfanne, gleich in zwei Variationen: Einmal mit Huhn und mit Meeresfrüchten. Die Paella a la Funk begeisterte an diesem Abend jeden. Das Dessert stand den bereits servierten Gängen aber in nichts nach: Eine selbstgemachte Panna Cotta mit Früchten. Und als Abschluss folgte ein sogenannter Göttertrunk, ein flüssiges Dessert, mit Wodka, Fruchtsäften und Vanille-Eis. Für alle die dann noch Hunger hatten, wurde zu später Stunde eine Käseplatte serviert.

“Die Ehrenamtlichen sind für die Gemeinde wie ein riesengroßes Uhrwerk, jedes Zahnrad ist dabei wichtig.”

Ortsbürgermeister der Gemeinde Schmißberg, Thomas Marx

Es war ein Abend, der nicht nur den Gästen, sondern auch den Organisatoren Spaß gemacht hat. Das hat sich auch Schmißbergs Ortsbürgermeister, Thomas Marx, gewünscht, der den Helfern der Gemeinde damit Danke sagte: “Die Ehrenamtlichen sind für die Gemeinde wie ein riesengroßes Uhrwerk, jedes Zahnrad ist dabei wichtig.” 

Jeder kann sich engagieren

Thomas Marx und sein Erster Beigeordneter, Rudi Weber, hoffen, dass die Zahl der Ehrenamtler weiter wächst, sagt Marx: “Ehrenamt bedeutet nicht nur Arbeit, sondern ein Zugehörigkeitsgefühl, Kameradschaft und Gemeinschaft. Und wer sich im Dorf engagieren will, der ist herzlich willkommen.” Auch die Schmißberger, denen es wegen Job und Familie nicht möglich ist, sich im Dorf zu engagieren, können leicht etwas Gutes tun, sagt Rudi Weber: “Es wäre wichtig, dass die Leute zu den Veranstaltungen kommen, die hier organisiert werden. Denn das ist auch eine Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen.”

Extra:


Derzeit engagieren sich in Schmißberg 64 Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichsten Bereichen. Gemeinsam übernehmen sie dabei mehr als 100 in der Gemeinde anfallende Arbeiten. Viele der Ehrenamtlichen sind dabei in mehreren Gruppen tätig. 

  • Reinemach- und Deko Truppe: 8
  • Wirte Gruppe (Schlachthaus/Gemeinschaftshaus): 17 
  • Feuerwehr: 12 
  • Rentnergruppe (Bau-und Instandhaltung): 8
  • Gemeinderat: 7
  • Dorfschmiede (Veranstaltungen): 9
  • Pflege der Außenanlagen; 6
  • Storchenfreunde Schmißberg (Pflege der Störche): 10
  • Einzelkämpfer die sich unter anderem beim Straßenkehren, der Verwaltung des Gemeinschafts/Schlachthauses oder Schmißbergs Website engagieren: 5

Bürger, die sich auch engagieren wollen, können sich gerne bei Ortsbürgermeister Thomas Marx (thomasjmarx@yahoo.de ) melden. Er reicht die Anfragen dann an die entsprechenden Stellen weiter. 


Auch auf schmissberg.de: