Sankt Martin

Schmißbergs Kinder zeigen ihre Laternen

Der Martinsumzug in Schmißberg ist wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Doch das hielt die Kleinen der Gemeinde nicht davon ab, Laternen zu basteln. Dafür wurden sie belohnt.

vom 13. November 2020 I von Jana Grauer


Es war bereits dunkel und neblig, als sich am Abend des 11. Novembers drei Schmißberger auf den Weg machten. Im Schlepptau hatten sie einen mit Lichtern geschmückten Bollerwagen, vollgeladen mit 40 Weckmännern. Die drei liefen von Haus zu Haus, um nach Laternen Ausschau zu halten. 

An einem Abend, an dem sonst viele Kinder mit ihren Laternen, begleitet von Feuerwehr und Musik durchs Dorf laufen, blieb es in diesem Jahr an Sankt Martin still in der Gemeinde. Wegen der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen, war auch die Gemeinde Schmißberg gezwungen, den traditionellen und beliebten Martinsumzug abzusagen.

Doch das hielt die Schmißberger nicht davon ab, den Tag zu feiern. Deswegen wurden die Schmißberger von der Gemeinde aufgerufen ihre Laternen an die Fenster und vor die Türen zu stellen, um so das Dorf trotz Corona zu beleuchten. Wer dem Aufruf folgte, wurde von der Gemeinde belohnt. Jedes Kind, das am 11. November bis 18 Uhr seine Laterne vor die Haustür oder ans Fenster gestellt hatte, bekam einen leckeren Weckmann. 

Dem Aufruf waren viele gefolgt. Martin Theobald, Janina Eigner-Schweig und Jana Grauer konnten jede Menge Laternen finden.

Die Kreativität der Schmißberger kannte dabei keine Grenzen. Von Drachen, über Mondgesichter und Einhörnern bis hin zu zeitlos klassischen Motiven: Schmißbergs Laternen konnten sich sehen lassen. Sie waren ein echter Lichtblick. 

Innerhalb von 50 Minuten waren 40 Weckmänner verteilt und viele kleine Schmißberger glücklich gemacht. Die Weckmänner wurden natürlich ganz, wie es sich in diesem Corona-Herbst gehört, verpackt und kontaktlos an der Haustür abgelegt.

Die drei Helfer von Sankt Martin durften sich am Ende des Dorfrundgangs ebenfalls über eine kleine Leckerei freuen. Bettina Greger hatte vor ihrer Haustür ein Tablett mit einer Auswahl an Likören und Schnäpsen bereitgestellt. 


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