Schmißberger Ferienwohnungsbetreiber investiert in Pods

Die Krise als Chance

Der Corona-Lockdown im November hat auch vielen Ferienwohnungsbetreibern schwer zugesetzt, sie dürfen bis jetzt keine Wohnungen vermieten. Tom Sessa blickt aber trotz allem nach vorne und hofft auf das Ostergeschäft.

vom 9. März 2021 I VIDEO


Sie sehen aus wie Iglus. Sind aber nicht aus Schnee, sondern aus Holz. Der Schmißberger Ferienwohnungsbetreiber Tom Sessa hat die sogenannten Pods aufgestellt. Sie stehen zwischen Schmißberg und Elchweiler. 

Die Idee, in die kleinen Hütten zu investieren, hatte Sessa während des Corona-Lockdowns. Sein Betrieb steht seit dem November still. Die etwa 25 Schlafplätze in seinen Ferienwohnungen in Schmißberg und Elchweiler darf er derzeit nicht vermieten, sagt er.

„Es war zeitweise schon sehr knapp, wo man dann überlegen muss, was macht man und was macht man nicht. Aber dann muss man halt Prioritäten setzen und meine Priorität war in dem Moment die Investition, weil ich mir gedacht habe, wenn nicht jetzt, wann dann.“

Tom Sessa, Ferienwohnungsbetreiber in Schmißberg und Elchweiler

Tom Sessa sieht sich als niemanden, der den Kopf in den Sand steckt. Dennoch war in den vergangenen Monaten die Stimmung auch mal schlecht.

„Natürlich hast du so Momente. Dafür hat man dann Familie und Freunde, die dann sagen nein es geht weiter, wenn man mal so kurz zweifelt. Das dauert dann ungefähr eine halbe Stunde, aber für längere Zweifel ist dann auch keine Zeit, denn das hier erfordert viel Arbeit.“ 

In den Pods sollen in Zukunft Wanderer und Bikefahrer übernachten. Die Hütten bieten alles, was man für eine Nacht braucht, sagt Sessa.

„Ich nenne sie Wanderer- und Bikerpod. Das sind kleine Holzhäuser, wo ein 1,40 Meter breites Bett und eine kleine Sitzgelegenheit drin steht. Es gibt jede Menge Stauraum für Rucksäcke oder Ähnliches. Die Gäste können jetzt in Zukunft hier auch kurzfristig übernachten beziehungsweise für eine kurze Zeit übernachten, weil für eine Nacht lohnt sich die Ferienwohnung nicht.“ 

Einer der sogenannten Pods zwischen Schmißberg und Elchweiler.

Tom Sessa ist optimistisch, dass an Ostern wieder Gäste kommen dürfen. 

„Ich habe schon ganz viele Buchungen. Ich habe jetzt auch schon dieses Jahr wieder einige abgesagt, weil keiner wusste, wann, wie, wo. Die Buchungen wurden storniert und wenn Geld bereits gezahlt war, musste ich es halt komplett zurückzahlen. Buchungen habe ich bis ins nächste Jahr, Silvester ist schon wieder alles voll.“ 

Für Tom Sessa gibt es nur einen Weg die Krise zu bewältigen.

„Ich glaube, dass wir nur voran gucken können und dann läuft der Laden.“

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels und des Videos hieß es, dass die Betten 1,40 Meter lang sind. Die Betten sind natürlich 1,40 Meter breit. Der Fehler wurde korrigiert.


Auch auf schmissberg.de:


    Wann löst der Kreis Birkenfeld die "Bundesnotbremse"?

    Alle dürfen nur Tom nicht

    In vielen rheinland-pfälzischen Landkreisen wird gelockert – Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze, alles wieder offen. In Schmißberg im Kreis Birkenfeld nicht. Ein Problem für Ferienwohnungsbetreiber wie Tom.

    vom 14. Mai 2021


    Tourismus

    Ein Not-Schlafplatz für
    internationale Gäste

    Ein Not-Schlafplatz fuer internationale Gaeste

    Die ADAC Rallye Deutschland macht Halt in der Region. Davon profitiert auch der Schmißberger Pensionsbetreiber Tom Sessa. Bei ihm übernachten Rallye-Fans aus ganz Europa.

    vom 18. August 2018


    Tourismus

    Vier-Sterne-Ferien in der Alten Schule

    Vier Sterne Ferien in der Alten Schule

    In Schmißberg können Urlauber dort übernachten, wo früher die Pauker wohnten. Tom Sessa betreibt in der ehemaligen Dorfschule aus dem Jahr 1839 zwei Ferienwohnungen.

    vom 9. Februar 2018 I von Tom Sessa/Fotos: Naisa Photographie


    Tourismus

    Tom’s Motel

    Wer im Nationalpark Hunsrück-Hochwald Urlaub machen möchte, der kann dies in Schmißberg auf außergewöhnliche Weise tun. Tom Sessa und seine Eltern bieten in ihren Ferienwohnungen mehr als zehn Schlafplätze für Urlauber an.

    vom 22. Juni 2015


    Tourismus

    Glück. Harmonie. Sinnfindung.

    Die „Wohlfühlorte“ der Region zu vernetzen. Das ist das Ziel der Entwickler von „nationalpark-zum-glück.de“. Sie stellten ihr Projekt jetzt vor.

    vom 6. Oktober 2015