Geschichte

Schmißberg arbeitet an seiner Dorfchronik

In der Gemeinde haben die Arbeiten an der Dorfchronik begonnen. Eine Arbeitsgruppe soll die erste offizielle Chronik von Schmißberg schreiben.

vom 17. Januar 2021 I von Rudi Weber


Wann ist Schmißberg denn nun wirklich zum ersten Mal urkundlich erwähnt? 1387 oder 1438? Wie ist der Name dieses Dorfes, das seit 1650 nur noch Schmißberg heißt, entstanden? Was bedeuten eigentlich die Symbole auf unserem Wappen? Wie hat sich Schmißberg im Laufe der Jahrhunderte und insbesondere in den letzten 50 Jahren entwickelt? Welche Persönlichkeiten haben die Dorfentwicklung geprägt? Diese und viele weitere Fragen will eine Arbeitsgruppe, die jetzt die Dorfchronik erstellen wird, klären. Die Arbeitsgruppe hat sich im Rahmen der Dorfmoderation gebildet.

Absprachen laufen online

Ohne die Aufarbeitung der eigenen Geschichte können die Fragen, die uns die Gegenwart stellt, nicht richtig beantwortet und die Zukunft nicht bewältigt werden.

Leider kann in diesen Zeiten vieles nur online oder telefonisch geklärt werden. Trotzdem konnten in den letzten Wochen erfreulich viele Mitbürger*innen und auswärtige, kompetente und erfahrene Historiker gewonnen werden. Auch eine grobe inhaltliche Konzeption, die aber die wesentlichen Linien aufzeigt, ist bereits erarbeitet worden.

Kreis-Historiker mit an Board

Die Gemeinde Schmißberg ist Mitglied im Verein für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld e.V. Es ist also naheliegend, den Verein für Heimatkunde als Herausgeber der zukünftigen Dorfchronik anzufragen. Der Ehrenvorsitzende des Vereins, Oberstudiendirektor a.D. Adolf Grub, wird die Schulgeschichte unserer Gemeinde durch einen Beitrag beleuchten.

Edgar Schäfer aus Birkenfeld, der Schriftleiter des Vereins für Heimatkunde, hat es nicht nur übernommen, die Kirchengeschichte Schmißbergs aufzuarbeiten, sondern auch seine ordnende Hand über die gesamt inhaltliche Arbeit zu halten. Seine Erfahrungen in der Begleitung zahlreicher Ortschroniken, unter anderem auch von unseren Nachbardörfern Nohen und Rimsberg, ist für uns von hohem Wert.

Der renommierte Heimatforscher Rolf Weber, der die Entstehungsgesichte und Frühzeit zahlreicher Gemeinden in unserer Heimat erforscht hat, wird auch uns helfen, Licht in das mittelalterliche Dunkel von „Smydeberg“ zu bringen.

Auch Altbürgermeister liefern Informationen für Dorfchronik

Die Dorfmoderatorin Beate Stoff hat sich bereit erklärt, vielleicht in einem Abschlusskapitel einen Blick nach vorne werfen. Arbeitstitel: „Schmißberg arbeitet an seiner Zukunft.“ Frau Stoff hat auch für die Arbeitsgruppe die Messaging App Slack eingerichtet, die sich besonders gut eignet, um in größeren Teams gemeinsam an Projekten zu arbeiten und Materialien zu dokumentieren und auszutauschen. Eine besondere Aufgabe wird in diesem Zusammenhang Andreas Damm federführend in die Hand nehmen. Wir wollen alle in Papierform vorhandenen wichtigen Dokumente und Bilder scannen und als digitales Archiv anlegen und so für zukünftige Generationen sichern. Andreas habe ich auch gebeten, die visuelle Gestaltung der Dorfchronik federführend zu begleiten und selbst künstlerische Beiträge wie beispielsweise den Einband zu entwerfen.

Die Altbürgermeister Erich Geiss und Adolf Schuch sind natürlich besonders gefragt, wenn es um die jüngere Geschichte unseres Ortes geht, insbesondere um die Zeit ab den 1960er Jahren, als Neubaugebiete geplant und umgesetzt wurden und dann zahlreiche Erfolge im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erzielt werden konnten.

Als Autoren mit mehr oder weniger schon konkreten Themen stehen bisher ebenfalls schon zur Verfügung Gisela Kraus, Waltraut Baader, Klaus Loose, Tom Sessa, Detlef Funk, Andreas Damm, Sebastian Grauer und Rudi Weber.

Jeder soll an Dorfchronik mitarbeiten

Jede Mitbürger*in ist herzlich eingeladen, eigene Ideen und Themenvorschläge einzubringen oder Geschichtchen und Anekdoten beizutragen, die das Gerüst der historischen Fakten erst richtig lebendig werden lassen.

Einen Vorteil haben wir auf jeden Fall. Egal, ob Schmißberg nun schon 634 Jahre oder 583 Jahre alt ist: Ein rundes Jubiläum mit Zeitdruck „droht“ nicht. Außer Rolf Weber stellt in den alten Archiven fest, dass Schmißberg erstmals 1022 Erwähnung findet, dann müssen wir uns sputen und für nächstes Jahr eine hoffentlich coronafreie 1.000 Jahresfeier vorbereiten.


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