Im Land von Milan, Storch und Co.

400-mal den Rotmilan gesehen

Das Wanderwegprojekt Naturerlebnisdörfer „Im Land von Milan, Storch und Co.“ nimmt weiter Form an. Auch deswegen waren die Bürger dazu aufgerufen, Flugrouten von Vögeln zu dokumentieren.

vom 4. Dezember 2017 I von Tom Sessa

400 Mal den Rotmilan gesehen

Der Titel des im Jahr 2015 erstmals angedachten und mittlerweile Leader-Projekts: Naturerlebnisdörfer „Im Land von Milan, Storch und Co.“ ist wohl mehr als passend gewählt.

Der Rotmilan ist bereits mindestens seit 1990 als Brutvogel vor Ort bekannt. Der Schwarzstorch schon mindestens seit 2010. Seit wenigen Jahren brütet auch der Schwarzmilan im Gebiet der Naturerlebnisdörfer. Seit dem Jahr 2012 häufen sich Beobachtungen des Weißstorches als „Durchzügler“ und Nahrungsgast, weshalb zwei Nisthilfen in Schmißberg aufgestellt wurden, um deren Ansiedlung zu unterstützen. Das spektakuläre Naturschauspiel der durchziehenden Kraniche, bei uns auch als „Halgäns“ bekannt, erfreut jedes Jahr aufs Neue im Frühjahr und Herbst viele Bürger.

Zur Dokumentation der Vorkommen der Zwillingsarten Rot- und Schwarzmilan sowie Schwarz- und Weißstorch als auch des Kranichs in und um das Projektgebiet wurde eine weitreichende Datensammlung gestartet.

Arten Buch zu führen und die entweder in den Dörfern wohnen oder sich des Öfteren dort aufhalten. Die Personen wurden im Vorfeld der Aktion über Ihre Kenntnisse befragt und zusätzlich mit Informationen in Wort und Bild ausgestattet, sodass Verwechslungen der Arten möglichst ausgeschlossen werden. Des Weiteren erhielten die Teilnehmer Listen, um die Beobachtungen einzutragen. Zeitgleich wurden von den meisten Sichtungen Linienbilder auf Landkarten eingezeichnet, die die Flüge der Vögel zusätzlich dokumentieren. Die gesammelten Werke wurden nach Fertigstellung der Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Birkenfeld in einem Ordner übergeben.

Rotmilane am Himmel. Foto: Tom Sessa

Rotmilans in den Naturerlebnisdörfern sowie deren unmittelbaren Umgebung (Elchweiler, Birkenfeld und Niederbrombach) gemeldet, wobei noch einige Meldungen ausstehen. Zusätzlich zu den „normalen“ Beobachtungen wurden auch Balzflüge, futtertragende Altvögel, gemeinsame Flüge von Alt- und Jungvögeln sowie Treffen von Vögeln verschiedener Reviere, aber auch spektakuläre Szenen zwischen Rotmilan und Schwarzstorch oder einer Gruppe Rotmilane als „Erntehelfer“ bei der Heuernte dokumentiert! Hinzu kommen natürlich etliche Beobachtungen von Schwarzmilanen, Schwarzstörchen und Weißstörchen sowie Tausende durchziehende Kraniche auf einer ihrer Haupt-Zugrouten im Frühjahr und Herbst.

Jede Rotmilan-Sichtung ist ganz genau dokumentiert worden. Foto: Tom Sessa

Alle Beobachtungen sind Zufallsbeobachtungen, was bedeutet, dass die eigentliche Präsenz der Vögel wohl weitaus höher liegt. Ein toller Erfolg, der die Anwesenheit und die Bruterfolge der Vögel mehr als bestätigt! Besten Dank an das Projektteam, welches sich schon bereit erklärt hat, im nächsten Jahr wieder an der Datensammlung beteiligt zu sein.


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