Im Wappen der Gemeinde Schmißberg ist ein Hammer und ein Amboß abgebildet. Dabei handelt es sich um Hinweise auf die mittelalterliche Eisenverhüttung, die in der heutigen Dorfmitte nachgewiesen wurde.
vom 24. Januar 2023
Das Wappen von Schmißberg zeigt einen Hammer und einen Amboß.
Dieser Text ist zu erst in der Schmißberger Dorfchronik „Schmißberg 1367 bis 2022“ erschienen.
Das rheinland-pfälzische Ministerium des Innern hat mit Datum vom 27. Mai 1963 eine Genehmigungsurkunde ausgestellt. Darauf ist zu lesen:
„Auf Grund des § 6 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz erteilen wir hierdurch der Gemeinde SCHMISSBERG, Landkreis Birkenfeld, die Genehmigung zur Führung eines eigenen Wappens. Wappenbeschreibung: Das Wappen zeigt unter zweireihig rot-silbern geschachtem Schildhaupt in Silber einen schwarzen Amboß mit Hammer.“
Das silber-rote Schachbrettmuster findet sich in vielen Gemeinden unserer Heimat, da sie den Bezug zur Hinteren Grafschaft Sponheim symbolisieren. Auch Schmißberg gehörte zum Oberamt Birkenfeld der Hinteren Grafschaft Sponheim. Die Grafschaft Sponheim war ein ehemaliges reichsunmittelbares Territorium des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Gebiet des Hunsrücks im heutigen Land Rheinland-Pfalz. Sie entwickelte sich im frühen 12. Jahrhundert (Hochmittelalter) und bestand bis zu dem von der Französischen Revolution ausgelösten Ersten Koalitionskrieg 1792.
Dorfchronik
Dieser Artikel ist Teil der im Herbst 2022 erschienenen Schmißberger Dorfchronik „Schmißberg 1367 bis 2022“. Die Chronik mit mehr als 230 Seiten kann zum Preis von 23 Euro bei Ortsbürgermeister Rudi Weber (06782 – 40439) erworben werden.
Hammer und Amboss sind der Hinweis auf die mittelalterliche Eisenverhüttung, die in der heutigen Dorfmitte nachgewiesen wurde. In alten Dokumenten ist deshalb auch von „Smitzberg“ oder „Smytzberg“ die Rede.
Das Original der 60 Zentimeter großen Figur kann im Trierer Landesmuseum besichtigt werden. Eine originalgetreue Nachbildung befindet sich im Eingangsbereich des Schmißberger Gemeinschaftshauses.
Ein noch wesentlich älterer Bezug zu Hammer und Amboss stellt das schon im 19. Jahrhundert auf dem Schmißberger Krausberg gefundene Sandsteinrelief des Schmiedegottes Vulcanus dar. Manches spricht dafür, dass der Kult des Vulcanus aus vorrömischer Zeit, als der Keltenstamm der Treverer unsere Heimat besiedelte, stammt. Auch in der römischen Religion war Vulcanus der Gott des Feuers und der Schmiede.
Disclaimer – Dorfchronik
Die im Herbst 2022 erschienene Schmißberger Dorfchronik stellt eine beeindruckende Lektüre dar. Die Dorfchronik erhellt nicht nur die Geschichte Schmißbergs ab der ersten urkundlichen Erwähnung 1367, sondern behandelt auch die zahlreichen archäologischen Funde aus keltischer und insbesondere auch aus römischer Zeit. Florian Tanz vom Fachbereich Klassische Archäologie der Uni Trier stellt in der Schmißberger Dorfchronik beispielsweise in einem reich bebilderten Aufsatz die Forschungsgeschichte und die zahlreichen Befunde aus dem heutigen Schmißberger Umfeld dar.
Dorfchronik behandelt auch gesellschaftliches Leben
Daneben enthält die Dorfchronik aber auch zahlreiche Texte von Schmißbergerinnen und Schmißbergern, die das gesellschaftliche Leben der Gemeinde in der Vergangenheit und der Gegenwart abbilden. Darunter beispielsweise Berichte über die Feste in der Gemeinde sowie der Umbau des Schmißberger Schlachthauses in eine Dorfkneipe.
Die Arbeiten an der Schmißberger Dorfchronik dauerten etwas zwei Jahre. Das Buch ist während der Dorfmoderation und der Corona-Pandemie entstanden, was ein Arbeiten in Präsenz erschwerte. Herausgeber der Dorfchronik ist der Verein für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld.
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