Gesellschaft

Schmißberger Boule-Team gewinnt bei Kreismeisterschaft 200 Euro

Das Schmißberger Boule-Team hatte Erfolg mit seiner Teilnahme an der Kreismeisterschaft in Niederbrombach. Das Team macht den vierten Platz und gewinnt 200 Euro.

vom 12. Juni 2022

Die Schmißberger Boule-Mannschaft (v.l.): Karl-Günter Essig, Marion Weiskircher, Anni Essig sowie Judith Damm

Das Schmißberger Boule-Team hat bei der Kreismeisterschaft in Niederbrombach den vierten Platz belegt und ein Preisgeld von 200 Euro gewonnen.

Das insgesamt vierköpfige Team hatte sich zuvor in zwei Mannschaften aufgeteilt. Dabei bildeten Karl-Günter Essig und Marion Weiskircher (Platz 4) sowie Annie Essig und Judith Damm (Platz 8) je ein Team. Insgesamt gingen bei der Kreismeisterschaft 20 Teams an den Start. Das Turnier-Ergebnis der Schmißberger Boule-Spieler kann sich also sehen lassen.

Marion Weiskircher (links) sowie Karl-Günter Essig (rechts) bei der Siegerehrung.

schmissberg.de hatte das Team zuvor beim Training getroffen und berichtete:

Die silberne Kugel, die Marion Weiskircher geworfen hat, macht ein dumpfes Geräusch, als sie auf dem sandigen Boule-Platz in Schmißbergs Dorfmitte aufschlägt. Die Kugel rollt ein Stück und landet, umgeben von vielen weiteren silbernen Kugeln in der Nähe der sogenannten „Wutz“. Dabei handelt es sich um eine kleine rote Kugel, die beim Boule-Spiel das Maß aller Dinge ist. Wer mit seiner Kugel so nah wie möglich an der „Wutz“ landet, gewinnt.

Während Anni Essig und Judith Damm sich den Bereich um die „Wutz“ genau ansehen, nimmt Karl-Günter Essig einen Zollstock, um die Abstände zu messen. Denn auch beim Training vor dem Schlachthaus in der Dorfmitte muss alles seine Ordnung haben.

Karl-Günter Essig überprüft die Abstände der geworfenen Kugeln zur „Wutz“.

Das Boule-Spiel ist für die vier nicht nur eine angenehme Freizeitbeschäftigung. Trainingsspiele wie diese haben ein klares Ziel: Die Vorbereitung auf Turniere. Die Konkurrenz ist groß.

Die Schmißberger-Bouletruppe hat einen klaren Trumpf: Mitspielerin Marion Weiskircher. Die 61-Jährige hat fast dreißig Jahre Erfahrung im Boule spielen und so einige Tipps und Tricks auf Lager. Nach dem Ende ihrer Karriere als Profifußballerin fand die damals 34-Jährige im Boule eine neue Herausforderung. Sie nahm an unzähligen Turnieren teil und trägt seit der Boule-Weltmeisterschaft in Frankreich Mitte der 90er sogar den Titel der Vizeweltmeisterin.

Boule-Team hatte bei Kreismeisterschaft schon Erfolg

Im Jahr 2016 lernte sie in Schmißberg, während eines Bouleturniers ihre heutigen Teamkollegen kennen. Sie bot an, Trainings zu geben, um die neugegründete Schmißberger Boule-Mannschaft fit für Wettkämpfe zu machen. Das gelang bereits: Bei der Kreismeisterschaft in Niederbrombach konnten die Schmißberger ihren ersten Erfolg verbuchen. Das Team machte den ersten Platz und gewann 500 Euro Preisgeld. Das Geld spendete die Mannschaft der Gemeinde Schmißberg.

Karl-Günter Essig und Angelika Eifler waren damals das glückliche Gewinnerteam. Karl-Günter Essig wird diesen Tag sicherlich nie vergessen. Er habe nach seinem letzten Wurf gar nicht mitbekommen, dass er sein Team gerade zum Sieg geführt habe, erzählt er. „Als alle anderen schon jubelten, dachte ich noch, dass das Finalspiel erst bevorsteht.“

Truppe trainiert mit Freude und Konzentration

Das Schmißberger Bouleteam hat Freude an der Gemeinschaft und am Spielen. Während des Trainings vor dem Schlachthaus sind immer wieder Lacher zu hören, die Spielerinnen und Spieler necken sich. Gleichzeitig sieht man immer wieder konzentrierte Würfe. Boule ist ein Konzentrationsspiel, dass auch wenn es nicht so aussieht, ziemlich bewegungsintensiv sein kann, sagt Marion Weißkircher. „Wer einmal mit uns trainiert hat, weiß, wovon ich rede – der kann mal sehen, ob er am Tag darauf noch in den Keller laufen kann.“

Die Schmißberger trainieren unter erschwerten Bedingungen. Denn der Bouleplatz vor dem Schlachthaus ist leicht schief. Da könnten selbst vermeintlich perfekte Würfe zum Problem werden, heißt es aus dem Team.

Alles dreht sich um die „Wutz“, die kleine rote Kugel.

Die Taktik ist dennoch klar: Statt zügig die gegnerischen Kugeln von der „Wutz“ wegzuschießen, planen die vier Boule-Profis erst mal „beizulegen“ und ihre Kugeln mit gezielten Würfen möglichst nah an die „Wutz“ zu befördern. Diese Strategie bringt dann hoffentlich in Wettbewerben die meisten Punkte und am Ende den Sieg für die Schmißberger Boule-Truppe.

Karl-Günter Essig geht die Sache dennoch entspannt an: „Wir sind für den Spaß dabei, aber mit ein bisschen Geschick und Glück kann jeder gewinnen.“

Trainingszeiten


Wer mitspielen will, ist herzlich willkommen. Das Training findet immer Mittwoch und Freitag zwischen 18.00 und 20.30 Uhr auf dem Bouleplatz vor dem Schlachthaus statt.


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