Dorfmoderation

Arbeitsgruppe spricht über Tourismus

Die Schmißberger Dorfmoderation schreitet voran. Dorfmoderatorin Beate Stoff hat jetzt unter anderem mit Touristikern über die Entwicklung des Tourismus im Ort gesprochen. Die Ergebnisse überraschen.

vom 7. Mai 2021 I von Rudi Weber


Der Tourismus! Das war das Thema, als jetzt Dorfmoderatorin Beate Stoff Schmißberg erneut besuchte.

Eine kleine Arbeitsgruppe traf sich vor Kurzem im Schmißberger Gemeinschaftshaus, um mit Dorfmoderatorin Beate Stoff Ideen zum Thema Naherholung und Tourismus zu diskutieren. Sandra Wenz (Tourist Info VG Birkenfeld) und Beate Schmidt (Dorfentwicklung der VG) sowie Tom Sessa als engagierter Anbieter im Bereich Tourismus und der Unterzeichner sammelten eine Vielzahl von Ideen, von denen nur einige hier dargestellt werden können.

Gemeinde soll mit „Naturerlebnisdorf“ beworben werden

Grundlegend wäre die Entwicklung eines Leitmotivs als „Naturerlebnisdorf“ mit entsprechenden Schildern an den Dorfeingängen. Der bestehende Naturerlebnisweg „Im Land von Milan Storch und Co.“ könnte durch ein „Traumschleifchen“ entsprechend den Kriterien des Deutschen Wanderinstituts auf Schmißberger Gemarkung ergänzt werden. Hier könnten „Schmißberger Geschichte(n)“ ein Leitmotiv sein. Ansatzpunkte zur keltischen Frühgeschichte, zur Römerzeit und aus dem Mittelalter gibt es einige.

Gäste sollen mehr über die Geschichte Schmißbergs erfahren

Die bereits bestehende „RadLustSchleife EisenMacher“ sollte auf jeden Fall aufgewertet werden, einerseits durch ansprechende Darstellung der mittelalterlichen Schmißberger Eisenschmelzöfen, andererseits durch eine Audiopräsentation als „Lauschtour“ in Kooperation mit Gemeinden aus dem Naturpark Saar-Hunsrück.

Tourist Info und Verbandsgemeindeverwaltung arbeiten bereits an einer Ausweisung des Naturerlebnisweges „Im Land von Milan, Storch und Co“ als Radweg. Um Konflikte zwischen Wanderern und Radfahrern zu vermeiden, sollte der Radweg allerdings als „Familienradweg“ ausgewiesen werden, um Mountainbiker abzuhalten.

Mit den Partnergemeinden Rimsberg und Niederhambach wurde ein koordiniertes Versorgungsangebot auf dem Naturerlebnisweg bereits andiskutiert. Ein „Sonntagscafe“ für Einheimische und Wandergäste in den Gemeinschaftshäusern könnte auch als Überraschungsangebot mit Kaffee und Kuchen am Wegesrand („Cafè Natur“) präsentiert werden. Einiges wird man ausprobieren müssen, um zu sehen, was geht und was nicht möglich ist.

Schmißberg soll mehr Ferienwohnungen bekommen

Wünschenswert wäre ein Ausbau des Angebots an Ferienwohnungen, wohingegen Wohnmobilplätze nicht weiter verfolgt werden sollten, um unnötige Konkurrenzsituationen zu den regionalen Anbietern zu vermeiden.

Bereits entwickelt wurde eine große Liste von möglichen Veranstaltungs-Ideen der Naturerlebnisdörfer, auch als „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, beispielsweise Themen zu Naturschutzfragen für Interessierte aus der Region. Konkret scheint die Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule zu werden, die im Schmißberger Gemeinschaftshaus „nach Corona“ Veranstaltungen, wie „Entspannung und Klangmeditation“ sowie eventuell einen Yoga Kurs plant. Ein ausgearbeitetes Konzept für einen „Grünen Herbstmarkt“ liegt bereits vor.

Gemeinderat soll Tourismus-Ideen prüfen

In einem nächsten Schritt müssen alle Projekte vom Gemeinderat und der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Insbesondere wird es auch darum gehen, wie in Nach-Coronazeiten einzelne Projekte durch ehrenamtlichen Einsatz nachhaltig betreut werden können.

Größere finanzielle Vorteile würden sich für die Gemeinde Schmißberg aus diesen Aktivitäten kaum ergeben. Sie könnten aber angesichts der demografischen Entwicklung in den nächsten zehn bis 15 Jahren allesamt dazu beitragen, Schmißbergs Attraktivität als Zuzugs-Gemeinde, insbesondere auch für junge Familien, zu steigern.


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